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Sommerurlaub 2005 in Sunndalsøra auf der Insel Flaøya
Unsere Reisevorbereitungen verliefen wie immer sehr ruhig, da wir genau wussten was mitzunehmen war. Das Auto war am späten Nachmittag schnell gepackt. Nun mussten nur noch die letzten Stunden bis zur Abfahrt vergehen, diese jedoch wollten uns ärgern und vergingen extrem langsam. Aber schließlich war es doch soweit, Freitagmorgen kurz vor 3.00 Uhr fuhren wir Richtung Kiel. Die Wartezeit in Kiel wurde mit einem ausgiebigen Frühstück und einem Bummel durch die Geschäfte verkürzt. Das andere kennt Ihr ja, Einchecken - auf die Fähre rauf - Kabine suchen, usw.... Fast pünktlich legte der Dampfer - in unserem Fall die " Kronprins Harald " - bei strahlendem Sonnenschein ab.
Der Rest der Anreise verlief ohne Zwischenfälle. Samstagabend gegen 18.00 Uhr trafen wir in Sunndal ein. Den verlängerten Öffnungszeiten sei dank, konnten wir noch schnell Brot & Getränke kaufen. Die letzten 15 km waren schnell geschafft. Die Begrüßung von Ola und Else war wie immer sehr herzlich. Ola holte noch unser Boot, dann ging die Plackerei los. Vom Auto ins Boot, rüber zur Insel, dann alles ins Haus. Jetzt war erst einmal ausruhen angesagt. Es war nun ein Jahr her, da wir hier waren, und es hatte sich nichts verändert. Der Fjord lag ruhig vor uns, die Möwen hatten ihr kreischen auch nicht verlernt, die Natur um uns herum war ein stück gewachsen, und an dieser fast absoluten stille hatte sich auch nichts geändert. Wir waren mehr als glücklich endlich wieder hier zu sein. An diesem Tag gingen wir früh schlafen, denn die Anreise hatte doch geschlaucht.
Sonntagmorgen nach einem ausgiebigen Frühstück sollte es endlich losgehen. Die Angeln wurden vorbereitet, die Restliche Ausrüstung kontrolliert, das Boot beladen, und dann war es soweit, unsere erste Ausfahrt. Schnell waren wir uns einig wo es hingehen sollte. Wir steuerten eine von zwei kleinen Buchten an - oberes Bild rechts - um dort unser Glück zu versuchen. Ganz nebenbei stieg die Temperatur auf schlappe 25° C im schatten. Eincremen war also Pflicht. Die Bucht erwies sich aber als Reinfall, jedenfalls für heute, also fuhren wir in die Bucht von Øksendal. Hier stellt sich auch bald der erste Erfolg ein. Ich hatte einen Lumb von 4,45 kg & 78 cm Länge am Haken, kurz darauf bog sich die Rute meiner Frau und zum Vorschein kam ein Lumb von 4,85 kg & 77 cm Länge.
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Ganz nebenbei legten wir an diesem Tag noch einen schönen Köhler und einen Flügelbutt auf die Plancken.
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Meine Frau, sichtlich zufrieden nach diesem Fang.
Der Montag sollte ein ganz besonderer Tag werden. Wir waren gerade wieder in eine der kleinen Buchten gefahren um uns dem Pollack zu widmen als das Handy meiner Frau klingelte. Am anderen ende war unser Sohn um uns mitzuteilen das wir ab sofort Oma & Opa geworden sind. Die Freude darüber lässt sich nicht in Worte fassen,das Angeln geriet schlagartig erst einmal im Hintergrund. Nachdem wir uns beruhigt hatten, hatten wir an diesem Tag keine nennenswerten Fänge mehr.
Unser Enkel " DENNY "
Die folgenden Tage waren eher mäßig. Der Himmel war bewölkt, trotzdem war es warm aber die Fische wollten nicht so recht. Und wo war der Dorsch ????. So sehr wir uns auch bemühten, bis auf ein paar Teeny Dorsche ( wurden selbstverständlich wieder zurückgesetzt ) waren keine größeren Exemplare zu finden. Dafür hatten wir eines Nachmittags einen wahrhaftigen Monsterleng am Haken.
Da wir den kleinen Kerl nur aus geringer Tiefe hochgeholt hatten, überstand er das zurücksetzen ohne einen Schaden. Ach ja, ehe ich es vergesse, Montagabends haben wir noch eine Doppelreuse für Aal gelegt.
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Ola´s Lachsnetze ![]()
Wir haben auch mehrere Fahrten in den Tingvollfjorden gemacht, dieses unterfangen wurde allerdings nur mit einer schönen Mefo belohnt. Obwohl Fisch genug da war, jedoch passte dieser nicht in unseren gesetzten Maß- Stab. Und zum Babysfisch töten waren wir ja schließlich nicht hier. Selbst unsere Steilwand, hier ist der Fjord rund 400 m tief, bracht uns keinen Kapitalen Leng. Obwohl wir in den Jahren zuvor hier schon Erfolge mit ganzen Rotbarschen als Köder hatten.
Verlassener Hof. Nur mit dem Boot zu erreichen.
Tage später in einer Bucht. Wir drifteten so langsam vor uns hin, die Pilker waren auf ca. 100 - 150 m tiefe knapp über Grund, hatte meine Frau einen Biss. Die Pilkrute bog sich verdächtig Richtung Wasseroberfläche. Das musste ein Kapitaler sein. Den kurzen starken fluchten nach war es ein nasser Sack ( Lumb oder Leng ). Nach mühsamen Kurbeln tauchte genau so ein Prachtexemplar aus den undurchsichtigen tiefen des Fjords an der Oberfläche auf.
Peti mit prächtigen Lumb. 80 cm lang & 6,05 kg schwer. ![]()
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Danach erfolgte kein weiterer Biss mehr in dieser Ecke. Wir setzten um Richtung Øksendal. Rund 200 m vom Ufer entfernt sausten unsere Pilker erneut in die Tiefe. Ich hatte mehrere Fehlbisse und das war's. Mir war für heute die Lust vergangen und ich packte mein Krempel zusammen. Peti hingegen wollte nicht aufgeben. Rauch dir noch eine, dann fahren wir zurück, sagte sie zu mir. Auch gut, dachte ich, gibt eh heute nix mehr. Weit gefehlt, ein plötzlicher ruck in Ihrer Rute belehrte mich eines besseren. Und wieder holte Sie nach zähem Kurbeln einen klasse Lumb nach oben. Dieser war dann wirklich der letzte dieses Tages und wir fuhren heim.
![]() Peti mit Ihrem zweiten großen Lumb des Tages. 66 cm lang & 3,06 kg schwer.
Leng wurde dieses Jahr nur einer in einer halbwegs passablen Größe erbeutet. Und wer hat den gefangen ?? Wie könnte es wohl anders sein, natürlich meine Frau Peti.
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Kreislauf Aktivierung und Wassertemperatur messen vor der Ausfahrt.
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![]() In 50 cm tiefe 14° C
Die Reuse brachte uns dieses Jahr erstmals zwei Aale von 50 cm. Leider habe ich es versäumt Fotos zu machen. Nächstes Jahr denke ich aber daran, versprochen.
So, nicht das Ihr denkt ich hätte keinen Erfolg gehabt. Der kam am letzten Angeltag ca. 50 m vom Ufer entfernt. Es traf mich völlig überraschend. Erst vermutete ich einen Hänger, der aber plötzlich sehr heftig zu leben begann. SEHR HEFTIG...... An diesem Morgen benutzte ich unsere Notrute, nur um mal zu testen, mit 100g Wurfgewicht. Ich hatte einen 75g Pilker mit passendem Drilling und Köhlervorfach montiert. Die Rute hatten wir mal im Abverkauf für 9,95 € erstanden. Wie gesagt lediglich als Notrute, aber dieses Billigteil bog sich jetzt in meiner Hand als wolle sie zeigen was sie kann. Mein erster Gedanke bei dem wilden Spektakel, gleich isse kaputt. Denkste, die Rute hat ihren test mit Bravur bestanden. Das war ein sagenhaft geiler Drill. Besonders nach dem ich sehen konnte was da unfreiwillig nach oben kam. Im Hintergrund hörte ich Peti fluchen, warum wir unsere Videokamera nicht mitgenommen hatten.
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Mein Pollack. 80 cm lang & 4,35 kg schwer.
Dies war dann auch der letzte Fisch dieses Urlaubs. Natürlich hatten wir jede menge mehr, doch die meisten bekamen ein zweites Leben von uns, und die, die wir verwertet hatten, bewegten sich im Grenzbereich unseres Maßstabes von 40 - 45 cm.
An diesem Tag erlebten wir aber noch eine Überraschung. Als wir zurück zur Insel kamen, saß auf der Veranda eine junge Frau. Schnell stellte sich heraus das Sie gelegentlich für die Zeitung " Tidens Krav " schrieb. Ihren Vater kannten wir schon, er gehört zum Inselverein und schaut des öfteren vorbei. Die Unterhaltung gestaltete sich etwas schwierig, ein bisschen Englisch und ein bisschen Norwegisch mit Wörterbuch. Trotz allem wusste jeder in etwa was der andere wollte. Dann hat Sie noch einige Fotos gemacht und hat sich verabschiedet.
Zwei Tage später fanden wir uns in der Zeitung wieder. Leider hat das scannen nicht so geklappt wie ich es wollte, darum hab ich die Seite mal Fotografiert. Klick <<< HIER >>>
Somit ging auch dieser Urlaub leider zu ende. Wehmütig bauten wir unsere Angeln wieder ab & begannen alles zu reinigen und zu verstauen. Aber wir sind Hartnäckig und kommen nächstes Jahr wieder. Dann werden wir es hoffentlich schaffen unseren Leuchtturm Maddin zu besuchen.
In diesem Sinne, bis zum nächsten Urlaubsbericht vom Sunndalsfjord
Euer Fjordangler Addi und seine Frau Peti
ANMERKUNG DES AUTORS: Sämtliche auf den Bildern gezeigten Fische wurden erst betäubt und nach dem Fotografieren mittels Kehl- schnitt getötet. Ausgenommen jene Fische die wieder zurückgesetzt wurden.
Dieser Bericht einschließlich der Bilder darf nur für private zwecke kopiert werden. Veröffentlichungen in Medien wie Presse, TV oder anderen Websites bedürfen der schriftlichen Genehmigung des Autors. Zuwider- Handlungen werden strafrechtlich verfolgt.
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